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Wappen der

GEMEINDE GONDENBRETT

Verbandsgemeinde Prüm

Wappen

Blasonierung

Durch Wellenschnitt von Rot über Silber geteilt, oben auf grünem Boden ein schreitendes, golden nimbiertes, widersehendes silbernes Lamm, das an schwarzem Kreuzstab eine silberne Fahne trägt, darin ein durchgehendes rotes Kreuz, unten 2 gekreuzte blaue Schwerter mit goldenem Griff.

 

Begründung

Bis zum Ende der Feudalzeit bestand in Gondenbrett eine Schultheisserei der Reichsabtei Prüm. Als Hinweis hierauf ist im oberen Schild das Salvatorlamm der Abtei mit Fahne aufgenommen. - Der Weltenschnitt symbolisiert den Mehlenbach bei Gondenbrett.

 

Schannat/Bärsch berichten in Eiflia illustrata III 2,1 S. 299: In dem Kriege, den die Spanier gegen die Niederländer führten, zogen im Jahre l572 Kaiserliche Reuter unter Führung des Grafen Löwenstein durch die Eifel und plünderten und raubten. Die erbitterten Landsleute sammelten sich in Haufen, und stellten sich zwischen Gondenbrett und Niedermehlen auf, wo sie den abziehenden Reutern einen Hinterhalt gelegt hatten. Die Reiter warfen sich nach dem Angriffe der Bauern in das Thal der Mehlen und erwarteten, in Schlachtordnung aufgestellt, die ihnen unregelmäßig foldenden Haufen des Landvolkes.

Dieses wurde bei dem ersten Angriffe der Reiter in wilde Flucht gejagt und gegen einhundert Mann niedergehauen. Einige Neugierige, welche sich in das Schneckenhaus (Beinhaus) an der Kirche zu Gondenbrett versteckt hatten,  wurden von den verfolgenden Reitern bemerkt und getödtet. Diese Niederlage ungeachtet sammelten sich die Bauern wieder zwischen Gondenbrett und Hontheim, zündeten Nothfeuer auf den Bergen an, um Hülfe der Nachbarn heran zu ziehen und lauerten den Reitern auf. Die Reiter, welche den Weg über Hontheim und Bleialf hatten nehmen wollen, wurden durch die muthige Haltung der l,andleute veranlasst, ihren Plan zu ändern, und zogen am Tage nach dem Treffen in aller Frühe auf Lünebach, wo sie aber auch Widerstand fanden.“ pp

 

Als Hinweis auf diesen mutigen Einsatz der Bürger zum Schutz und zur Verteidigung ihrer Heimat, stehen im unteren Schild zwei gekreuzte Schwerter.

 

Die Feldfarben des Schildes sind zugleich wieder die Farben der Abtei Prüm, zu der Gondenbrett über Jahrhunderte hin gehörte.

 

 

Fachheraldisches Gutachten

Das Landeshauptarchiv Koblenz hat mit Schreiben 3 Kr/270-Gondenbrett vom 26. April 1990, die obere Schildfigur des Wappens gebilligt und wegen der unteren Schildfigur anheim gestellt, auf das oben geschilderte Gefecht von 1572 Bezug zu nehmen.

 

Beschluss der Vertretungskörperschaft

Der Ortsgemeinderat Gondenbrett hat in seiner Sitzung vom 14. Mai 1990 beschlossen das ausgeführte Wappen anzunehmen und künftig als Gemeindewappen zu führen.

 

K.Becker

29.05.90